Abflug in die Heimat
geschrieben am 27. August 2010 um 17:30 von burundikidsIn diesen Augenblicken schleuse ich mich durch den Flughafen Bujumburas, um ins Flugzeug in Richtung Heimat zu steigen… ich freue mich!
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In diesen Augenblicken schleuse ich mich durch den Flughafen Bujumburas, um ins Flugzeug in Richtung Heimat zu steigen… ich freue mich!
Bald steht wieder meine jährliche Reise nach Deutschland an. Zeit, die ich natürlich auch wieder dazu nutzen werde, um Partner und Unterstützer zu treffen. Und dazu, zu einem großen Umfeld zu sprechen. Über Burundi, über unsere Arbeit, über Fortschritte.
Einige (chronologische) Auszüge aus meinem Programm – das ständig aktualisiert und auch noch geändert werden kann:
Donnerstag, 2. September, 10h:
Stuttgart, Landtag (Mosersaal), Landespressekonferenz zu Burundi, Thema Partnerschaft zu Baden-Württemberg.
Montag, 6. September, 19h:
Gemeindehaus an der Versöhnungskirche in Kleve. Vortrag.
Freitag, 24. September, 19h:
Benefiz-Gala mit prominenten Gästen, Prater Insel München. Künstler, Musik und Lesung – zugunsten burundikids e.V. mit anschließender Party mit DJs. (Organisiert von burundikids-Mitglied Sabine Höroldt; hier kann ich leider nicht persönlich anwesend sein!) Sponsoring möglich! Bei Interesse bitte bei mir melden, Adresse findet sich auf dem Blog unter „Impressum“.
Samstag, 25. September, 18h:
Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Eggenstein. Vortrag, Kurzfilm und Konzert burundischer Trommler.
Dienstag, 28. September, 19h30:
Humboldt-Gymnasium Karlsruhe. Vortrag und Konzert der Schulmusiker.
Freitag, 8. Oktober, 18h:
Friedrichsbad Baden-Baden. Vortrag und Ausstellung des Künstlervereins Baden-Baden mit Motiven aus Burundi, sowie Konzert von „CB in love“ (Carlo Parisel und Brigitte Santos).
Ich freue mich sehr, wenn einige Zeit finden, zu einem der Termine zu kommen!
Nach den Anschlägen in Uganda wächst in Burundi die Sorge vor Attentaten durch somalische Terroristen. Polizei und Militär haben schon ihre Präsenz verstärkt. Schon seit Anfang des Jahres dürfen nur noch Reisende in den Flughafen Bujumburas – wer jemanden dorthin begleitet oder von dort abholen möchte, muss draußen bleiben. Auch die große Straße wurde beim Abschnitt vor dem Arbeitsplatz des Präsidenten (Boulevard de l’UPRONA) weiträumig abgesperrt – mit Beton, Stacheldraht, Metallschranken und Polizei- oder Militärposten. Die umliegenden Straßen sind jedoch nicht als Umleitung für starken Verkehr geeignet. In den „Rush-Hours“ zwängen sich alle, v.a. Busse, durch die kleinen Kopfsteinpflastergassen.
Nach den Wahlen ist es in Burundi wieder ruhig geworden – doch nun konzentrieren sich die Sicherheitsmaßnahmen auf die „Gefahr von außen“.
Heute werden in Burundi die Parlamentswahlen abgehalten. Die Situation in Bujumbura ist ruhig – im Vorfeld gab es jedoch Befürchtungen, einige Spannungen und auch Tote. Nach wie vor ist jedoch die künftige politische Landschaft nicht klar… auch kursieren viele Gerüchte um Ex-Rebellenchef und FNL-Präsident Agathon Rwasa.
Hier geht’s zur Deutschen Welle. Weitere Eindrücke und aktuelle Meldungen zu jeder Stunde gibt es auf Französisch bei IWACU.
Vor Ort machen jedoch derzeit mehr die Drohungen des somalischen Terrornetzwerks Bedenken als die landesinneren Probleme… Polizei und Militär haben ihre Präsenz verstärkt, um besonders „bedrohte“ und potenzielle Angriffsziele zu schützen, Straßenkontrollen nehmen zu. Somalische Terroristen hatten Anschläge auf Uganda und Burundi angedroht – in Uganda sind bereits bei zwei Bombenexplosionen ca. 70 Menschen ums Leben gekommen. Die beiden Länder stehen im Visier der Radikalen, weil sie Soldaten für die Friedenstruppe in Somalia zur Verfügung stellen.
Darüber hinaus ist gerade eine Hitliste mit den korruptesten Staaten in Ostafrika veröffentlicht worden – von Transparency International. Demnach ist Burundi – im Vergleich zu den anderen Staaten der ostafrikanischen Gemeinschaft – das korrupteste Land und hat Kenia auf dem ersten Platz abgelöst. Hier geht’s zur Meldung.
Die Frankfurter Rundschau hatte Rose unterstützt – mit Artikeln über ihr Schicksal. Viele Leser hatten reagiert. Hier ein aktueller Artikel.
Heute Vormittag wurde Rose beerdigt. Unter Palmen – und direkt unter einem großen, schönen Kaktus. Viele Kids aus den Heimen waren dabei. Auch Roses Schwestern und Cousins. Hier einige Eindrücke…
Rose hatte viele Freunde – von Burundi bis nach Deutschland. In Bujumbura wird morgen, Freitag, die Beerdigung stattfinden. Um 9h fahren wir gemeinsam mit den Kindern des Heims zum Friedhof. Auch Alphonse, ein burundischer Priester und guter Freund von mir (der erste Burunder, den ich überhaupt kennengelernt hatte!), wird dabei sein – er wird am Grab eine kleine Messe abhalten. Er kannte Rose schon seit einiger Zeit – er besuchte das Kinderheim als Rose noch nicht nach Deutschland gegangen war und sang mit den Kids.
Die Freunde in Deutschland werden am kommenden Sonntag, 18. Juli, um 16h in der Pfarrkirche St. Albert (Sundgauallee 9, Freiburg) eine Gedenkfeier für Rose abhalten… Wer kommen möchte, ist eingeladen.