Freitag, 2. März 2007. 19.40 Uhr in Burundi. Vor etwa zwei Stunden sind wir in Bujumbura angekommen. Eine schöne, aufregende und auch nahe gehende zweitägige Landfahrt nach Muyinga, im Osten Burundis, liegen hinter uns. Die Fahrt begann am Donnerstag um 9 Uhr. Chauffeur Ali, Verena, meine Mutter und Werner holten uns mit einem neuen Mietwagen (Toyota Landcruiser) im Heim ab. Dort stiegen Julia, ihre Eltern und ich zu. Holprig ging es die Piste hinunter bis zur Hauptstraße, dann am Viertel Kamenge vorbei, hindurch durch eine Polizeikontrolle, hinauf in die grünen Berge, die die Hauptstadt umgeben.
Die Landschaft ist mittlerweile nichts Neues mehr – aber dennoch immer wieder faszinierend. Die unglaubliche Vielfalt dieser Vegetation in Burundi ist traumhaft. Alles ist grün, ganze Wälder von Bananenstauden erstrecken sich über die Berge. Manchmal ist es beinahe unmöglich zu begreifen, dass in diesem fruchtbaren Land eine Hungersnot herrschen soll. Die im Übrigen gerade erst „anläuft“, die schlimmsten Monate stehen noch bevor. Und zwar bis zur nächsten Erntezeit im Juni.
Wir fahren durch die Provinzen Muramvya, Kayanza – wo wir kurz unsere Ziegelei besichtigen – und Ngozi, bis wir schließlich nach etwa drei Stunden in unserem Ziel eintreffen: Das Straßen- und Waisenkinderheim in der östlichen Provinz Muyinga. Der Empfang der Kinder und von Heimleiter Emmanuel ist sehr herzlich. Leider halten wir uns jedoch nur wenige Minuten im Heim auf – das Tagesprogramm ist recht straff. Erstes Ziel: Eine der Kommunen auf dem Land, in denen die Fondation Stamm ein Schulspeisungsprojekt betreibt. 600 Kinder gehen dort zur Schule und bekommen dank der Spendengelder und Organisation der Fondation eine warme Mahlzeit. Hungersnöte haben nämlich die traurige und logische Folge, dass viele Kinder nicht mehr zur Schule gehen können. Knurrende Mägen und kilometerlange Fußmärsche, dazu noch stundenlanger Unterricht lassen sich nicht vereinbaren. Dank der Schulspeisung läuft der Schulbetrieb jedoch weiter.
Es ist sehr heiß, die Sonne steht im Zenit und scheint mit voller Kraft. Den Kindern macht das recht wenig aus. Als sie die Kameras von Werner und mir sehen, gibt es kein Halten mehr. Wir können uns nicht einen Meter bewegen, ohne dass sich eine riesige Traube von Kindern mit uns schiebt. Schreiende, rufende und wild gestikulierende Kinder. „Fotora! Fotora!“ Es ist nicht leicht, das Wesentliche – die Schulspeisung – zu fotografieren. Ständig drängen sich große Kulleraugen und ausgestreckte Daumen vor die Linse.
Eine Kuhherde trampelt durch das Gelände vorbei. Im Hintergrund sehe ich eine große Hausruine. Sie ist bereits wieder Teil der Natur geworden, das Gras hat sie überwuchert. Vor mir stehen unzählige Kinder. Auf der Piste ein paar Hundert Meter entfernt wirbelt ein Lastwagen des World Food Programme Staubwolken auf. Der Anblick dieser Lkw mit den blauen Planen ruft mir immer wieder ins Gedächtnis, wo ich mich befinde. In einem Land, in dem Menschen Hunger leiden. An Hunger sterben. Und die Kids vor mir sind unmittelbar Betroffene. Und dennoch lachen sie, schreien, freuen sich, wenn sie auf dem Foto zu sehen sind. Sie zählen auch noch zu den Glücklicheren. Schließlich haben sie zu Essen. Zumindest ein Mal am Tag.
Nach einer Weile, nachdem das Notwendige besprochen und die benötigten Fotos geschossen sind, machen wir uns auf den weiteren Weg. Winkend und ohrenbetäubend verabschieden uns die Kinder. Strahlend weiße Zähne, dunkle Augen, hübsche Gesichter. Es geht ihnen gut, versuche ich mir einzureden. Sie haben zu Essen.
Was uns dann erwartet, ist Natur in ihrer schönsten Vielfalt – alt, schön und unberührt. Wir halten an einer kleinen, krummen Holzschranke. Dem Eingangstor zum „Ruvubu-Nationalpark“ im Osten Burundis, nahe der tansanischen Grenze. Ein Gebiet, das von Menschen bislang unbewohnt geblieben ist. Nur Wald, Tiere, Gras und Flüsse. Ein Paradies. Der Eintritt kostet uns 3.000 FB pro Person (1 € = 1.300 FB). Der Guide steigt zu und wir biegen gleich nach der Schranke nach links in den Busch ein. Das Gras, das eher an Schilf erinnert, steht zwei Meter hoch. Mindestens. Links, rechts und in der Mitte zwischen den Reifenspuren ebenfalls. Wir müssen die Fenster schließen, andernfalls hätten wir die halbe Vegetation mit samt aller kleinen Tierchen im Auto. Natürlich merke ich das erst, als ich mir die ersten Grashalme aus den Haaren ziehen muss. Ali, unser Fahrer, bleibt hart und lässt die Scheibe unten.
Was sich um uns herum befindet, ist waschechter Busch. Natur, wie man sie auf der Welt nur noch selten sehen und erleben kann. Gezwitscher der unterschiedlichsten Vogelarten ist auszumachen. In unser Auto verirrt sich eine kleine Libelle. Kaum hat sie den Weg aus Alis Fenster gefunden, löst sie ein gelber Schmetterling ab. Es kommt einem vor, als wollten sie „Guten Tag“ sagen, ihre Schönheit zeigen. Oder sich verwundert anschauen, wer hier gerade durch ihr Territorium fährt. Lästig sind die kleinen Bremsen, denen es auch nicht entgangen ist, dass sich etwas zum Beißen durch den Busch bewegt.
Auf einer kleinen Lichtung sehen wir Antilopen, die jedoch blitzschnell das Weite suchen. Das hohe Schilf ist zu Ende, wir halten auf einer kleinen Lichtung mit Knöchel hohem, saftig grünem Gras. Die Aussicht ist von hier aus schon herrlich, aber sie sollte noch besser werden. Der Hügel ist ziemlich steil und steinig, den wir hinunter wandern. Nach ein paar Hundert Metern bleiben wir stehen und können das Panorama, das sich uns bietet, kaum fassen. Der Ruvubu-Fluss schlängelt sich braun und träge durch den grünen Teppich. Um ihn herum: Urwald. Eine große Fläche ist noch überschwemmt. Der Ruvubu verläuft zwar wieder in seinen natürlichen Bahnen, doch das sumpfige Gebiet zeugt noch von den starken Regenfällen, die ihn haben übertreten lassen. Krokodile und Nilpferde sehen wir leider keine. Dafür müsste man bis zur Dämmerung bleiben, was jedoch (noch) nicht ganz ratsam ist, wenn man noch zurück fahren muss. Camping sei jedoch im Nationalpark erlaubt, versichert und Sabiti, unser Parkführer.
Die Geräusche erinnern an richtigen Urwald – wie man ihn bislang nur aus Dokumentationen kannte. Wie viele Vogelarten hier leben, weiß niemand wirklich. Zwischen den Felsen, die alle paar Meter aus dem Boden ragen, finden sich auch unzählige Termitenhügel. Darum herum Sträucher und kleine Bäumchen, Blumen und Gras. Beim Aufstieg zurück zum Auto hält mich der Guide zurück und zeigt auf etwas vor mir. Zuerst erkenne ich überhaupt nichts, doch dann bewegt sich ein kleines, schwarzes Tier und verrät mir dadurch seine Präsenz. Es ist eine Spinne, schwarz-orange gemustert, schlank, aber in etwa so lang wie eine Handfläche. An einem seidenen Faden kraxelt sie gerade von einem Busch zum nächsten. Als sie merkt, dass wir sie beobachten, bleibt sie starr hängen. Nur der Wind schaukelt sie hin und her.
Wieder auf der Lichtung angekommen, sehen wir einen kleinen Tümpel. Die Wasserstelle der Büffel, die im Ruvubu-Park leben. Ein paar Meter weiter ist das hohe Gras platt gelegen. Der Büffel hat es sich anscheinend im Schatten des Baums gemütlich gemacht, nachdem er rundherum die weichen und wohlschmeckenden Grasspitzen abgefressen hatte. Wir fahren weiter, zur nächsten Aussichtsstelle. Einige Quadratmeter scheinen hier abgebrannt zu sein. Die Erde ist grau, die Pflanzen schwarz oder dürr. Die Bäume jedoch bieten ein Bild aus Tod und Leben zugleich. Ihr Stamm ist schwarz verkohlt, an den Astspitzen jedoch blühen faustgroße, weiße Blüten. Wir schauen hinüber zum anderen Hügel, wo Rauch aus kleinen Hüttchen aufsteigt. Das ist Tansania. Wir stehen mitten im Busch direkt an der Grenze zu Tansania.
Wir fahren die Piste durch das meterhohe Gras zurück, an der Holzschranke nach links. Wir sehen Sümpfe mit viel Papyruspflanzen, überqueren den Ruvubu. Vor der Brücke ist ein grünes Tarnzelt aufgeschlagen, einige junge Soldaten tummeln sich in bunten T-Shirts herum. Während des Bürgerkriegs war der Nationalpark Kampfgebiet. Die damalige Rebellengruppe, die heute die Regierung führt, hatte dort Hoheitsgebiet. Heute sind immer noch Soldaten im Park. Wegen eventueller Überfälle und Kriminalität – die es an solchen abgelegenen Orten immer und überall geben kann. Die Jungs winken uns lächelnd zu. Wahrscheinlich kommt es nicht allzu oft vor, dass sich hier ein „Muzung“ blicken lässt. Noch dazu in ganzer Wagen voll.
Wir halten. Am Hang dieses Hügels hat man einen schönen Blick in ein Tal, in dem drei grün bedeckte Hügel zusammentreffen. Wir halten Ausschau nach Affen, die sich an dieser Stelle oftmals umherbewegen, sehen jedoch keine. Trotz Fernglas. Aber dafür wieder eine Natur zum Schwärmen. Der Weg dorthin ging wieder durch meterhohes Gras. Dieses Mal zu Fuß. Ein schönes, kleines Abenteuer. Auf dem Rückweg halten wir an und nehmen uns Papyruspflanzen mit. Der Guide meinte, das sei kein Problem.
Nach einem Stück biegen wir links von der Piste ab, ein Weg führt direkt in einen kleinen Wald. Dann fahren wir auf eine große Lichtung – vor uns ein Haus. Ein Hotel. Zumindest war es das mal. Heute ist es nur noch ein Haus mit Schlafplätzen. Kein Wasser, kein Strom, kein Essen. Aber dafür umso schöner. Mitten in der Natur. Näher an Pflanzen und Tieren kann man bei Gott nicht sein. Der ältere Mann, der hier alleine lebt und sich um das Haus kümmert, zeigt uns alles mit Stolz. Wenn wir die Zeit finden, wollen wir hier irgendwann noch übernachten. Pures Abenteuer. Ich bin mir sicher, dass jeder Naturfreund hier seine Erfüllung erfährt. Auch für gestresste Manager oder Abenteurer absolut das Richtige. Und für alle anderen auch. An manchen Bäumen sehen wir große, runde Tierbauten. Ich halte es erst für ein Vogelnest, der Guide klärt mich jedoch auf, dass das Termiten seien.
Ein paar Schritte vom Haus entfernt steht mitten im Wald ein kleiner Holzverschlag. Der Guide zeigt uns die Bienenstöcke, die hier nach burundischer Tradition aus Holzgerüst und Bananenblättern gebaut werden. Auf einem quer liegenden, morschen Ast beobachte ich Ameisen, die fleißig ihrer Arbeit nachgehen. Sie sind so groß wie ein Fingernagel. Ich machen einen großen Schritt darüber und fotografiere die erste burundische Sonnenblume, die ich sehe.
Dann wird es für uns Zeit, den Heimweg anzutreten. Bald wird es dunkel. Auf dem Rückweg stoppen wir abrupt. Affen! In den Bäumen vor uns und auch über uns. Kleine, braune Affen. Sie haben sich natürlich aufgrund des Motorengeräuschs aus dem Staub gemacht. Aber nur so weit wie nötig, schließlich sind sie mindestens genauso neugierig wie wir. Sie in den Bäumen, wie auf der Piste. Einige Minuten starren wir uns gegenseitig an, ich bekomme sogar einen vor die Zoom-Linse. Dann machen wir uns aber endgültig und zufrieden auf den Heimweg.
In Muyinga Stadt angekommen, halten wir wieder kurz im Kinderheim. Die Jungen sitzen um eine Kerze herum und lernen aus einem Schulbuch. Strom gibt es in diesem Haus – wie in noch vielen in Muyinga – keinen. Das Heim der Fondation wird jedoch in den kommenden Wochen ein anderes Haus anmieten. Ein größeres, schöneres und vor allem mit Strom. Die Verhandlungen mit dem Vermieter sind abgeschlossen und zu unseren Gunsten ausgefallen. Als es bereits stockdunkel ist melden wir uns in der katholischen Herberge an, in der wir auch schon bei unserem vergangenen Besuch übernachtet hatten. Etwa hundert Meter weiter befindet sich das kleine Bistro, das von Ordensschwestern geführt wird, sehr günstig und sehr, sehr lecker ist. Dort essen wir auch zu Abend, zusammen mit unseren einheimischen Mitarbeitern aus dem Heim. Es ist kalt. Der Tag war ereignisreich und erschöpfend, das Primus tut seinen Rest. Zufrieden und müde fallen wir schließlich in unsere Betten. Um 8 Uhr morgens geht es schließlich weiter.
Als ich fertig gewaschen und angezogen aus der Herberge gehen will, hängt an der Glasscheibe der Eingangstür eine Gottesanbeterin. Welch Ironie! Sie schaut mich an, mit leicht geneigtem Kopf. Vorsichtig öffne ich die Tür und beobachte sie auch von der anderen Seite. Nach und nach treffen dann alle im Hof ein, auch Ali ist mit dem Wagen eingetroffen. Er hatte in einer muslimischen Herberge übernachtet. Zusammen laufen wir dann wieder zum Bistro der Schwestern, wo wir uns auf der Terrasse Omelette mit Brötchen, frische Kuhmilch und Kaffee schmecken lassen. Im Anschluss fahren wir im Kinderheim vorbei. Emmanuel, der Heimleiter, steigt zu. Dann geht es wieder ab auf die Piste – zum Pygmäenvolk der Batwa.
Es hat gerade stark geregnet, ein Wind weht uns um die Ohren, es ist sehr kalt. Immerhin befinden wir uns in 1.700 Metern Höhe. Die rote Sandpiste ist dennoch gut befahrbar. Wir rauschen an Männern vorbei, die mit riesigen Kohlesäcken beladene Fahrräder schieben. Und Frauen in bunten Gewändern, die alles mögliche auf dem Kopf balancieren. Die Landschaft ist hier sehr felsig – und nicht weniger beeindruckend. Dann erreichen wir die kleine Siedlung der Batwa, einem eigenen Volksstamm in Burundi, wo die Fondation Stamm eine kleine Schule betreibt. Es ist ein Holzbau mit Planen des UNHCR überzogen.
Der jetzige Besuch bei den Batwa ist völlig anders als noch vor vier Monaten. Zum einen waren die Pflanzen auf den Plantagen, die die Fondation finanziert, damals noch knöchel- oder kniehoch. Jetzt sind die Bananenstauden ausgewachsen, wir stehen in einer schönen, großen Plantage mit Pflanzen, die uns überragen. Auf der einen Seite aber offenbart sich uns das nackte Elend dieser Bevölkerungsschicht. Beim vergangenen Besuch war es heiß. Dieses Mal war es kalt, es regnete mit starkem Wind. Die Kinder zittern am ganzen Leib, viele sind nur mit drei zusammen gebundenen Stofffetzen bekleidet. Es macht keinen Spaß, diese Bilder mit der Kamera festzuhalten. Doch leider ist das der Job. Nur so funktioniert die Arbeit.
Die Älteren jammern, zeigen auf ihre mageren Bäuche. Die Kinder weinen, verstecken sich hinter den Tüchern der Mutter, sitzen auf dem nackten Boden und zittern vor Kälte. Ich sehe einen kleinen Jungen, der etwas abseits sitzt. Ich erkenne erst bei genauerem Hinsehen, dass er blind ist. Wir haben nicht viel Kleidungsstücke zum Verteilen dabei. Aber das, was wir dabei haben, wird bei großen Geschrei und Gedränge verteilt, ja, uns aus der Hand gerissen. Eine gewisse Aggression unter den Batwa macht sich bemerkbar. Manche reißen sich zwei Kleidungsstücke unter den Nagel, andere bekommen gar nichts. Wir hoffen, sie arrangieren sich untereinander. Ein Baby ist am ganzen Körper mit einem Hautausschlag übersät. Ich mache ein Foto, dass wir es einem Arzt in Bujumbura zeigen können.
Dann essen die Kinder. Auch die Schüler in ihren kurzen, braunen Uniformen frieren. Mit zitternden Händen stecken sie sich den Maisbrei mit Bohnen in die Münder. Sie sitzen auf der Erde. Trotz allem, was mich sehr verwundert, geht es beim Essen sehr diszipliniert zu. Stille. Nur das Getratsche der Mütter von draußen, außerhalb der Zeltplane, ist zu hören. Wir müssen hier mehr tun. Eine große Ladung Kleidung muss her. Es gibt nichts Schlimmeres in diesem Augenblick, als einem Kind in die Augen zu sehen, das nur mit Lumpen bekleidet (wenn man noch bekleidet sagen kann) ist, vor Kälte am ganzen Körper zittert und einen dabei mit großen, von Tränen verkrusteten Augen ansieht. Machtlosigkeit. Hilflosigkeit. Man steht wie angewurzelt da und weiß nicht, was man tun soll. Wo anfangen?
Wir fahren wieder zurück in die Stadt Muyinga in unser Kinderheim. Für dort hatten wir einige Unterhosen und Zahnbürsten versprochen, die wir nun verteilten. Dazu bekommt jedes Kind ein süßes Brötchen. Eine Sonnenbrillenspende, die uns in einem Paket vor einigen Tagen erreichte, wird ebenfalls verteilt. Dann wird es für uns Zeit, den Heimweg anzutreten. Die Sperre um Bujumbura, die vor 17 Uhr passiert werden muss, existiert nach wie vor. Ali gibt Gas und wir schaffen es noch rechtzeitig, das Örtchen Bugarama, wo sich die Sperre befindet, zu passieren. Auf dem Weg den Berg hinunter kaufen wir noch einiges an Gemüse ein. An der Stelle, wo wir es immer tun, wenn wir von einer Landfahrt zurück kehren. Pflicht ist auch der gebratene Mais, den man hier angeboten bekommt. Wir schauen eine Weile dem wilden Treiben zu, den Händlern, die neben den vorbei fahrenden Autos, Lkw und Bustaxis her rennen und ihre Ware anpreisen und den Soldaten, die wort- und regungslos mit Kalaschnikow um die Schulter baumelnd uns beobachten. Dann sind wir noch vor der Dämmerung wieder in unserer Heimat: Bujumbura, auch Buja genannt.
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